Im Westen wenig Neues

Artikel aus Stuttgarter Zeitung von Martina Miethig aus Oristano

Altstadt von Bosa

Sie sind überall: die vier markanten schwarzen Köpfe mit dem Piratenstirnband. Auf Flaggen und Aufklebern, auf Plakaten und Häuserwänden. Die Alten auf Sardinien begrüßen sich mitunter mit „Bonardis“, nicht mit „Buon giorno“. Schon seit 1948 ist die zweitgrößte Mittelmeerinsel eine autonome Region mit Sonderstatus. Doch das aufmüpfige Symbol der Separatisten täuscht. Über der Westküste Sardiniens liegt eine entspannende provinzielle Schläfrigkeit.

Heuballen und Zypressen auf weiten goldgelben Herbst-Feldern, eingerahmt von einer olivgrünen Landschaft, aus der vereinzelt karge Hügel und Kegel herausragen. In der Ferne eine blaue Bergkette. Am Straßenrand behaupten sich knorrige, windgebeugte Korkeichen, die „Windflüchter“. gesamten Artikel lesen

 

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